Cannabis beeinflusst Menschen unterschiedlich: die inter-subjekt Variation psychotomimetischer Effekte von THC

Cannabis beeinflusst Menschen unterschiedlich: die inter-subjekt Variation psychotomimetischer Effekte von THC

Eine pseudorandomisierte, doppelblinde, Placebo kontrollierte Studie des Kings College in London untersuchte an gesunden Probanden die neuronalen Effekte (go/no-go) von 10mg THC oral. Die Probanden wurden eingeteilt in zwei Gruppen, Probanden mit (TP=11; transient psychotic) oder ohne transiente psychotische Symptome nach Einnahme (NP=10; non psychotic). Im Vergleich zeigten sich in der TP Gruppe zur NP Gruppe häufiger Fehler der Inhibition, sowie eine veränderte Aktivierung des linken parahippocampalen Gyrus‘, des linken und rechten mittleren temporalen Gyrus‘ und des rechten Kleinhirns. In diesen Regionen zeigte sich mit THC ein gegenteiliger Effekt im Vergleich zu Placebo in beiden Gruppen. Außerdem zeigte die TP Gruppe eine geringere Aktivierung als die NP Gruppe des rechten mittleren temporalen Gyrus und Kleinhirns unabhängig von THC.

Das Auftreten transienter psychotischer Symptome nach THC Einnahme war assoziiert mit unterschiedlichen Effekten auf die Aktivierung im ventralen und medialen temporalen Kortex und Kleinhirn, diese Regionen scheinen also die psychotischen Symptome zu vermitteln.

Quelle: Cambridge

 

Atakan, Z.; Bhattacharyya, S.; Allen, P.; Martín-Santos, R.; Crippa, J. A.; Borgwardt, S. J. et al. (2013): Cannabis affects people differently: inter-subject variation in the psychotogenic effects of Δ9-tetrahydrocannabinol: a functional magnetic resonance imaging study with healthy volunteers. In: Psychological medicine 43 (6), S. 1255–1267. DOI: 10.1017/S0033291712001924.

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